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Autoreninterview mit Stefan Lehner

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Vor einigen Tagen konntet Ihr hier auf meinem Blog eine Rezension zum eBook Ich, der Killer von Stefan Lehner lesen. Ich habe die Möglichkeit genutzt und Stefan um ein Interview gebeten. Hier könnt Ihr nun lesen, was Stefan geantwortet hat:


Du schreibst auf Deiner Homepage, dass Du früher schon gerne viel gelesen und Aufsätze geschrieben hast. Doch dann ist das durch den Beruf in den Hintergrund getreten und erst mit Mitte 40 hast Du wieder zum Schreiben gefunden. Wie bist Du zum Schreiben zurückgekommen?

Mir schwirrte schon länger eine Geschichte im Kopf herum, die “nur” noch aufgeschrieben werden wollte. Das “nur noch” hat dann etwas gedauert, da mir die Erfahrung fehlte, aber ich habe einfach irgendwann angefangen und mit “learning-by-doing” das Buch fertig gestellt. Es heißt “September-Tod” und beruht entfernt auf wahren Begebenheiten (zumindest die Grundidee). Verfügbar als Taschenbuch bei Amazon und eBook in allen Stores.

“Ich – der Killer” ist im Oktober 2012 erschienen, was ist dann passiert? Beobachtest Du die Verkaufszahlen? Suchst Du aktiv nach Reaktionen und Rezensionen im Net?

Als ein von einem großen Verlag unabhängiger Autor muss man natürlich die Werbetrommel rühren. Hier ist das Internet natürlich eine große Hilfe. Meine Homepage, Facebook, Autoren-Webseiten und nicht zuletzt Bücherblogs wie Deiner sind da wichtig, um das Buch bekannt zu machen. Hier hatte ich inzwischen schon einige Erfahrungen durch mein erstes Buch gesammelt und konnte den einen oder anderen Fehler vermeiden. Dennoch ist natürlich aller Anfang schwer, um bekannt zu werden und viele Leser zu finden. Die Verkaufszahlen beobachte ich natürlich, wobei das durch die verschiedenen Verkaufskanäle (Taschenbuch und eBook auf vielen verschiedenen Plattformen und Stores) teilweise nur sehr zeitverzögert möglich ist. Aber es kommt mir auch nicht darauf an, möglichst schnell möglichst viele Bücher zu verkaufen, wobei das natürlich auch ok wäre ;-), ich schreibe, weil es mir Spaß macht und ich das Schreiben liebe. Leben kann ich davon niemals, aber das muss ich ja zum Glück auch nicht.

Rezensionen suche ich aktiv nur sporadisch, wobei viele mir auch eine Mitteilung machen, wenn sie eine Rezension geschrieben haben.

Unter einigen Bloggern gab es kürzlich eine Diskussion, deswegen gebe ich die Frage, um die es ging, direkt an Dich weiter: Kommentierst Du Rezensionen und warum, bzw. warum nicht?

Bei Bloggern bedanke ich mich immer für eine Rezension, ich finde, das gehört sich einfach. Schließlich musste der- oder diejenige das Buch aufmerksam lesen, um eine fundierte Meinung niederzuschreiben. Aber ich kommentiere Rezensionen grundsätzlich nicht, egal, ob sie positiv oder eher negativ ausfallen. Ich kann doch niemandem seine Meinung absprechen, selbst wenn sie mir nicht gefallen sollte.

Zu “Ich, der Killer” habe ich bislang aber, was mich sehr freut, nur überwiegend positive Rezensionen erhalten.

Warum hast Du Dich dafür entschieden, Deine Romane und Kurzgeschichten selbst zu verlegen?

Als unbekannter Autor hat man quasi so gut wie keine Chance, bei einem großen Publikumsverlag unterzukommen. Die ersticken in Manuskripten und haben meist auch schon ein jahrelang vorher disponiertes Programm und ihre Stammautoren. Ich habe nach einigen diesbezüglichen Versuchen aufgegeben und hatte auch keine Lust, für ein Buch, dass mich drei oder vier Monate Zeit gekostet hat, es zu schreiben, jahrelang nach einem Verlag zu suchen. Ich war fertig mit dem Buch und es sollte dann auch erscheinen! Daher habe  ich mich dazu entschlossen, es selbst zu verlegen. Druckkostenzuschussverlage kamen für mich nie in Frage.

Ich bringe meine Bücher als Taschenbuch und als eBook heraus, was auch bei vielen Verlagen noch kein Standard ist.

So habe ich alles selbst in der Hand und kann auch faire Preise aufrufen, was bei vielen Verlagen oft auch ein Manko ist. Ein Taschenbuch lässt sich nur schwer verkaufen, wenn der Preis deutlich über 10 Euro liegt. Bei mir kosten die Taschenbücher 9,90€ und die eBooks 3,99€.

Wie ist das bei Dir, bevorzugst Du noch die gedruckten Seiten oder bist Du auf eBooks umgestiegen?

In der Regel bevorzuge ich das gedruckte Buch. Aber ich habe auf meinem Handy auch die Kindle-App und kann so immer zwischendurch und unterwegs bequem lesen, wenn ich Zeit habe.

Welche Genren liest Du am liebsten und was ist Dein aktuelles Lieblingsbuch?

Horror und Mystery. Stephen King ist mein Lieblingsautor und “Stark – the dark half” ist mein Lieblingsbuch von ihm.

Gewährst Du uns einen Blick in die Zukunft. Arbeitest Du schon an einem neuen Projekt?

Ständig. Nach “Ich, der Killer” habe ich einen Band mit unheimlichen Kurzgeschichten veröffentlicht: “Phantastika”. In wenigen Tagen erscheint ein Gemeinschaftsroman, den ich mit zwei Autorinnen zusammen geschrieben habe, ein Mystery-Horror-Thriller, “Die Eisenhand”. Das war ein sehr aufregendes und neues Projekt, da es eine große Herausforderung war, zu dritt einen Roman zu schreiben. Aber es ist uns sehr gut gelungen!

Im Frühjahr erscheint eine Anthologie mit Kurzgeschichten, an der ich mich als Autor beteiligt habe und zudem als Herausgeber fungiere.

Und ich schreibe derzeit an zwei weiteren Romanen, die aber noch im Anfangsstadium stecken.

Vielen Dank für das Interview, Stefan. 

Wie Ihr seht, wird es auch in Zukunft einiges von Stefan Lehner zu lesen geben. Ich hoffe, Ihr seid ein bisschen neugierig auf seine Bücher geworden.

Mein Schlusswort:

Gerade zu den Preisen von eBooks habe ich in der Vergangenheit schon öfter gelesen, dass viele zum Taschenbuch tendieren, wenn sie für das eBook fast den gleichen Preis zahlen sollen. Da zähle ich mich dazu und ich finde es toll, dass es Autoren gibt, die sich dafür einsetzen, dass hier eine Trennung vorgenommen wird. Aktiv verficht das z.B. auch Mila Roth alias Petra Schier mit den eBooks zu ihrer Serie um den Geheimagenten Markus Neumann und die Zivilistin Janna Berg.

Ich, der Killer – nackt und mörderisch – von Stefan Lehner

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Ich, der Killer – nackt und mörderisch –
von Stefan Lehner
Verlag: Phantastik-Buch
erschienen im Oktober 2012


  • Zum Inhalt

Auf den ersten Seiten erfährt der Leser von Andreas Steinmann, der ein ungewöhnliches Hobby hat, er geht gerne nackt spazieren. Auf einem dieser Ausflüge beobachtet er einen Mann, der offenbar eine Leiche im Wald vergräbt. Er wird entdeckt, kommt aber mit dem Mann ins Gespräch und so erfährt er von der Geschichte des Auftragsmörders Bruno. Bruno ist bereit, Andreas am Leben zu lassen, doch dazu muss dieser das Erbe von Bruno antreten, der sich zur Ruhe setzen will.

Andreas muss sich entscheiden, ob er bereit ist, zu sterben, oder selbst zu töten und sich auf das grausame Spiel einzulassen.


  • Meine Meinung

Die Handlung der Geschichte war für mich in zweierlei Hinsicht ungewöhnlich. Zum einen, weil sich die Nacktheit des Protagonisten durch das ganze Buch zieht, zum anderen, weil die Geschichte selbst ein völlig atypischer Thriller ist. Üblichweise würde ich davon ausgehen, dass auf den ersten Seiten etwas passiert und die Spannung bis zur letzten Seite, bis der Täter gefasst wird, anhält.

Das ist hier nicht der Fall, denn der Leser erfährt schnell, dass der Protagonist zum Auftragskiller wird. Dieser Vorgang der “Verwandlung” wird vom Autor Stefan Lehner völlig sachlich beschrieben, ebenso die Morde, die Andreas Steinmann begeht.

Trotzdem hat das Buch einen Spannungsbogen, der sich bei mir nach einigen Seiten einstellt und bis gegen Ende angehalten hat, denn schon nach kurzer Zeit erzählt Andreas davon, dass er verhaftet wurde. In einem Rückblick erfährt der Leser nun, was geschehen ist, nachdem Andreas Bruno kennengelernt hat, wie er seinen ersten Mord begangen und was er in der Zwischenzeit alles erlebt hat.  Als ich das eBook gelesen habe, stand ich unter dem “Zwang”, so lange weiter zu lesen, bis ich wusste, wie es zur Verhaftung kam und auch, wie es nach seinem Prozess für den Protagonisten weiter ging.

Das Ende ist – wie sollte es bei diesem Buch auch anders sein – sehr überraschend und jeder kann für sich selbst entscheiden, für wie realistisch oder unrealistisch er das Ende hält. Im ersten Augenblick habe ich eher zu “unrealistisch” tendiert, aber nachdem ich darüber nachgedacht habe, könnte ich mir vorstellen, dass es sich zumindest ansatzweise so zugetragen hat.


  • Mein Fazit

Ein sehr ungewöhnliches Buch, das mit anderen Thrillern nicht vergleichbar ist, das mich aber trotzdem oder gerade deswegen in seinen Bann gezogen hat und dessen Ende genau so ausgefallen ist, wie das Buch selbst.

Wer bereit ist, sich auf einen etwas anderen Thriller einzulassen, dem kann ich dieses eBook guten Gewissens ans Herz legen.


  • Was es sonst noch zu sagen gibt

Jedes Kapitel ist mit einem Bild versehen. Stefan Lehner hat verschiedene Fotos, die zum jeweiligen Kapitel passen, in Zeichnungen umgewandelt und als Illustration verwendet. Eine tolle Idee, deren Umsetzung mich begeistert hat.

Die eine oder andere Stelle des Buches könnte nochmals eine Überarbeitung gebrauchen – ein Beispiel dazu, ein Satz endet mit “noch …” und der nächste Satz beginnt mit “… noch”. Das ist mir etwas negativ aufgefallen, weil es so “unschön” klingt, wenn die Worte sich so schnell hintereinander wiederholen. Ich hoffe, Ihr versteht, was ich meine. Das war es aber auch schon, was ich an Kritik anzubringen habe.

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Vielen Dank an an den Verlag, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Ich weise darauf hin, dass dies keinen Einfluss auf meine Beurteilung hat. Für diesen Artikel wurde ich nicht bezahlt und habe auch keine andere Gegenleistung erhalten.

 

52 Bücher #1

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Am Sonntag ist das Projekt 52 Bücher wieder angelaufen und das Fellmonsterchen will wissen, was ich zur Zeit lese.

Gerade am Wochenende habe ich das Buch Wer hier stirbt ist wirklich tot angelesen aus dem Verlag Blanvalet. Es handelt sich um einen Provinzkrimi von Maximo Duncker, der mir von Blogg Dein Buch zur Verfügung gestellt wurde.

Flash

Entschieden habe ich mich für dieses Buch in dem Moment, als ich “Provinzkrimi” gelesen habe :D Viel kann ich noch nicht über das Buch berichten, wer schon mal eine Rezension lesen möchte, den verweise ich an Mella, die das Buch bereits gelesen und rezensiert hat.

Als nächstes stehen dann ein Chick-Lit-Roman von Elke Becker und ein Buch von Stefan Lehner auf meinem “Plan” ;)