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Anderland von Ingo Zamperoni

Anderland
Die USA unter Trump – ein Schadensbericht
von Ingo Zamperoni
erschienen am 11. Mai 2018
bei Ullstein


Der Journalist Ingo Zamperoni hat sich auf vielfältige Weise mit Amerika beschäftigt, so hat er unter anderem Amerikanistik studiert und einen Teil seiner Studienzeit in Boston verbracht, er war beruflich mehrere Jahre in Washington und ist nicht zuletzt mit einer Amerikanerin verheiratet, was ihm, nach eigenen Angaben, einen diskussionsfreudigen Schwiegervater eingebracht hat.

Das Ende seiner Tätigkeit im ARD-Auslandsstudio im Oktober 2016 fiel mit dem Endspurt der Präsidentschaftswahl in den USA zusammen. Doch auch nach seiner Rückkehr nach Deutschland hat er sich noch beruflich und privat in Amerika aufgehalten. In seinem Buch „Anderland“ berichtet er von Begegnungen mit den unterschiedlichsten Menschen, mit denen er über Donald Trump gesprochen hat und er schreibt darüber, welche Gedanken er selbst sich rund um den derzeitigen Präsidenten der USA macht.

„Auweia, jetzt wird´s eng für Bush, Clinton & Co …!“ ist der Wortlaut von Ingo Zamperonis ironischem Tweet, den er absetzte, als Trump 2015 seine Kandidatur zur Präsidentschaftswahl verkündete. „I don´t fucking believe ist.“ ist der erste Satz des Prologs seines Buches. Dabei handelt es sich um die Aussage seiner Ehefrau Jennifer während eines Telefonates, kurz nachdem bekannt wurde, dass Trump Ohio für sich gewinnen konnte und der Glaube an einen Wahlsieg von Hillary Clinton zu bröckeln begann. Wie man unschwer erkennen kann, ist „Anderland“ kein trockener Text über die Politik in den USA. Im Gegenteil, Ingo Zamperoni scheint es sich zur Aufgabe gemacht zu haben, die Ära Trump in verständlichen Worten aufzuarbeiten und dabei den Unterhaltungsfaktor für seine Leser nicht aus dem Auge zu verlieren. Aber auch die ganz ernsten Themen wie Neonazis, Schwulenhass, Drogenmißbrauch und den moralischen Verfall lässt er nicht außen vor.

Der Autor ist durch mehrere Bundesstaaten der USA gereist und hat mit Menschen verschiedener Nationalität, Herkunft und Bildung gesprochen. Er lässt diese Menschen in seinem Buch zu Wort kommen und zwar unabhängig davon, ob sie Befürworter des Präsidenten sind oder gegen ihn auf die Straße gehen. Positiv aufgefallen ist mir dabei, dass Ingo Zamperoni sich immer bemüht, die Argumente dieser Menschen nachzuvollziehen. Ich bin nicht nur von den persönlichen Einblicken angetan, den Erinnerungen, den Gedanken und Sorgen, die der Autor in seinem Buch teilt, sondern auch davon, dass er ganz pragmatisch Fakten auf den Tisch legt und diese durch Nachweise unterstreicht.

Zum positiven Gesamtbild trägt außerdem bei, dass Ingo Zamperoni den Präsidenten nicht nur von seiner eigenen, kritischen Warte aus betrachtet, sondern aufzeigt, was dieser richtig gemacht hat, womit er die Menschen anspricht. Umgekehrt berichtet der Autor aber genauso darüber, was Hillary Clinton falsch gemacht hat.

„Anderland“ war für mich ein sehr aufschlussreiches Buch, da es einige Facetten beleuchtet hat, über die ich mir bislang keine Gedanken gemacht habe. Gut gefallen hat mir, dass es sehr verständlich geschrieben war und wenn der Autor Begriffe verwendet hat, die möglicherweise nicht jedem bekannt sind, hat er deren Bedeutung immer ausgeführt.

Ich vergebe fünf von fünf Sterne.

Mein Lieblingszitat:

„Wegen Inkompetenz ist noch keiner aus dem Amt gejagt worden.“

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Dieses Buch wurde mir über Netgalley vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Meine Meinung wurde dadurch jedoch nicht beeinflusst. Für den Artikel wurde ich außerdem weder bezahlt, noch habe ich eine andere Gegenleistung erhalten.

 

 

-> USA

Neu im Buchregal und auf dem Reader

In der vergangenen Woche habe ich mir ein Mängelexemplar vom Krabbeltisch geholt, das meine Sammlung an Büchern von Michelle Raven erweitert.

Das zweite Buch kommt aus dem Amrun-Verlag und dass ich dieses Buch mein Eigen nennen darf, habe ich einem kuriosen Gewinnspiel zu verdanken. An meinem Geburtstag saß ich abends noch am Laptop, als um 22 Uhr ein Posting des Verlegers bei Facebook veröffentlicht wurde.

Guten Abend! Das was ihr auf dem Foto seht, könnt ihr heute noch gewinnen. Oder auch nicht :D :D Kommt drauf an, wie gut euer Wissen in der Fragerunde in den kommenden zwei Stunden ist und wie fit ihr bezüglich Amrûn seid. Für jeden Lesegeschmack wird etwas dabei sein. Querbeet.
Hallo. Ich bin der Verleger und heute euer Gastgeber. Ich ärger euch bisserl. Holt euch grünes Zeug oder Kaffee 
Viel Spaß!

Und dann war ich mit über 100 anderen bis Mitternacht online und habe mich den für mich oftmals schweren Fragen des Verlegers gestellt und wurde dann tatsächlich mit einem Buch belohnt.

Außerdem habe ich über Netgalley zwei eBooks erhalten auf die ich schon sehr gespannt bin:

Das Leben ist kein Punschkonzert – Ein Weihnachtsroman von Heike Wanner

Das Leben ist kein Punschkonzert – Ein Weihnachtsroman
von Heike Wanner
erschienen am 13. Oktober 2017
bei Ullstein


Von Heike Wanner bereits gelesen

Für immer und eh nicht


  • Inhalt

Julchen hat den Kartoffelpufferstand ihrer Eltern übernommen und zieht mit diesem von Markt zu Markt. Das Highlight ist jedes Jahr der Sternschnuppenmarkt in Wiesbaden. Kurz vor dem Start des Weihnachtsgeschäfts bricht sich Julia das Handgelenk. Da Caro und Melly nicht ganz unbeteiligt an dem Unglück sind, wollen sie ihrer Schwester helfen und einspringen.

Während sich die drei normalerweise nur einmal im Monat treffen, sitzen sie nun Tag für Tag stundenlang auf engstem Raum zusammen. Kein Wunder, dass da Gefühle hochkochen und es zwischen den Schwestern ordentlich knallt. Steht damit Julchens Existenz auf dem Spiel? Und was können ein Taxifahrer und ein Karussell-Besitzer zum Familienfrieden beitragen?


  • Die Protagonistinnen und ihre Geschichte

Carolin (Caro) hat Karriere gemacht und dabei ist die Liebe auf der Strecke geblieben. Sie will ihre Kenntnisse einsetzen, um den Kartoffelpufferstand zu optimieren und gewinnorientierter zu wirtschaften.

Melanie (Melly) ist verheirat und Mutter von drei Kindern. Um Julchen unterstützen zu können, muss sie ihre ehrenamtlichen Tätigkeiten auf Eis legen. Ihr Geschäftsführer-Ehemann, der sie für Auftritte an seiner Seite bei verschiedenen Weihnachtsfeiern vorgesehen hatte, ist nicht bereit zurückzustecken und hetzt ihr dafür sogar seine Mutter auf den Hals.

Julia (Julchen) ist mit Anfang 20 mehr als zehn Jahre jünger als ihre beiden Schwestern und wird von ihnen seit ihrer Kindheit bemuttert. Sie hat ständig das Gefühl, als ob man ihr nichts zutraut, steckt aber lieber zurück, als sich mit ihren Schwestern anzulegen.


  • Meine Gedanken zum Buch

Heike Wanner hat hier einen ganz zauberhaften Weihnachtsroman geschaffen. Sie arbeitet mit verschiedenen Handlungssträngen. Zum einen geht es natürlich um den Kartoffelpufferstand auf dem Sternschnuppenmarkt, die Autorin beleuchtet aber auch die unterschiedlichen Leben der drei Schwestern und ihre Beziehungen zu Männern.

Während das letzte Buch, das ich von Heike Wanner gelesen habe, sehr humorvoll war und ich viel geschmunzelt habe, setzt sie in dieser Geschichte auf die ganz großen Gefühle und erzählt von Sternschnuppenwünschen, Zusammenhalt, Trauer und Liebe.

Für die passende Untermalung sorgt der Weihnachtsmarkt mit seinen Lichtern und den typischen Düften. Besonders gefallen hat mir hier, wie die Autorin die Gemeinschaft der Standbetreiber und die gegenseitige Unterstützung zeichnet und damit verdeutlicht, welche Bedeutung diese Menschen für Julia haben.

Als Bonus hat die Autorin hinten im Buch „Rezepte für den Weihnachtsmarkt zu Hause“ mit den Kartoffelpufferrezepten, Apfelweinpunsch, Kinderpunsch, Gebrannte Mandeln, Weihnachtliche Waffeln und Monikas Punschkuchen angehängt.

„Das Leben ist kein Punschkonzert“ ist eine wunderbare Geschichte um drei ungleiche Schwestern, die mich mit einem wohligen Gefühl im Bauch zurückgelassen und außerdem frühzeitig auf die Weihnachtszeit eingestimmt hat.

Ich vergebe fünf von fünf Eulen.

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Dieses Buch habe ich zu Rezensionszwecken über Netgalley erhalten. Vielen Dank dafür. Die Rezension zeigt meine persönliche und ehrliche Meinung auf.

 

Bücher zur (Vor-) Weihnachtszeit

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  • Weihnachtsfaktor

Ein Großteil der Geschichte spielt auf dem Weihnachtsmarkt, beim Lesen spulen sich die Bilder mit den dekorierten Verkaufsständen vor dem Auge ab und man meint, die typischen Gerüche zu erschnuppern. Zusammen mit den Rezepten und der Illustration der Kapitel ist der Weihnachtsfaktor dieses Buches sehr hoch. Heike Wanner hat eine tolle Einstimmung auf Weihnachten geschaffen und Lust auf den Weihnachtsmarktbesuch gemacht.


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Aufgabe 41) Buch mit Bildern oder Illustrationen


-> Deutschland

Der Duft von Pinienkernen von Emily Bold

Der Duft von Pinienkernen
von Emily Bold
erschienen am 13. Oktober 2017
bei Ullstein


Von Emily Bold bisher gelesen


  • Die Protagonisten und ihre Geschichte

Greta und Katrin sind seit Jahren die besten Freundinnen, wohnen zusammen und führen gemeinsam eine Nudelbar. Als es wegen eines Mannes zum großen Bruch kommt, nimmt Greta das Angebot eines Verlegers an und begibt sich für ein Kochbuch auf Recherche-Reise durch Italien. In Italien versucht sie, die zerbrochene Freundschaft zu verarbeiten und einen Weg zu finden, sich Katrin wieder anzunähern.

Zur Unterstützung hat ihr der Verlag den Fotografen Chris an die Seite gestellt, der sie tageweise begleitet und für das Kochbuch fotografiert. Anfänglich finden die beiden keinen Draht zueinander, aber nach und nach findet Greta Gefallen an ihrem Reisebegleiter.


  • Meine Gedanken zum Buch

Ich habe bereits zwei eher heitere Bücher und ein Buch mit viel Tiefgang von Emily Bold gelesen. Sie hat einen sehr angenehmen Schreibstil, der mir gut gefällt. Auch die Idee zum Plot einer zerbrochenen Freundschaft hat mir zugesagt. Die Autorin beschreibt sehr warmherzig, was dieser Bruch mit Greta und ihrem Leben anstellt. Natürlich nehmen diese Überlegungen einen größeren Teil der Geschichte ein, auf Dauer waren mir diese Abschnitte zu langatmig weil die Protagonistin entweder immer wieder die gleichen Überlegungen anstellt oder aber verschiedenen Menschen immer die gleiche Geschichte erzählt. Erst als Greta klar wird, dass es auch negative Aspekte in dieser freundschaftlichen Beziehung gab, verhilft das dem Roman zu mehr Kurzweil.

Ausgesprochen gut haben mir die Bilder gefallen, die die Autorin von Gretas Reise gezeichnet hat. Ich konnte mir sowohl die Landschaften als auch die Kocheinheiten in den verschiedenen Küchen sehr gut vorstellen. Was mir ein wenig gefehlt hat, war der Abschluss mit den Menschen, denen Greta auf ihrer Reise begegnet, die Abschiede waren mir zum Teil zu überstürzt.

Ich habe mich mit der Geschichte sehr wohl gefühlt. Sie ist, mit oben genannter Ausnahme, kurzweilig und hat mich gut unterhalten. Für die beiden Protagonisten hätte ich mir gewünscht, dass sie soviel Tiefgang und Gefühl zeigen, wie das einige wunderbare Nebencharaktere tun.

Was ich sehr mag, sind HappyEnds, die nicht zu kitschig sind, allerdings habe ich nach der letzten Seite dieses Romans das Gefühl, dass mir irgendetwas fehlt, das Ende war mir nicht rund genug.

Nachdem ich das tiefgründige Buch „Klang der Gezeiten“ von Emily Bold gelesen hatte, waren meine Ansprüche an „Der Duft von Pinienkernen“ sehr hoch und haben sich leider nicht ganz erfüllt. Das allerdings ist Kritik auf hohem Niveau, denn ich wurde trotzdem sehr gut unterhalten und vergebe daher vier von fünf Eulen.

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Dieses Buch habe ich zu Rezensionszwecken über Netgalley erhalten. Vielen Dank dafür. Die Rezension zeigt meine persönliche und ehrliche Meinung auf.

 


Gestern habe ich einen Bericht zum Meet and Read auf der Buchmesse veröffentlicht. Wenn ihr wissen wollt, warum Emily Bold jeden Schauplatz ihrer Bücher kennt obwohl sie einige nie besucht hat, solltet ihr dort unbedingt reinschauen.


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Aufgabe 22) ein Buch mit einem Gebäude oder Bauwerk auf dem Cover


-> Italien

Meet and Read mit Emily Bold

Vorablesen.de hatte zu einem Meet&Read mit Emily Bold auf der Buchmesse eingeladen und ich hatte das Glück, ein Ticket zu ergattern.

Emily Bold, übrigens ein Pseudonym, weil sich ihr eigener Name nicht so gut verkaufen lässt, wie man der Autorin schon vor Jahren sagte, war früher gekommen und signiert schon vor Beginn der Veranstaltung fleißig Bücher. Das Meet & Read startet sie mit einer kurzen Vorstellung und liest dann aus ihrem neuesten Buch „Der Duft von Pinienkernen“, das in Italien spielt.

Im Anschluss plaudert sie aus dem Nähkästchen und beantwortet die Fragen der Teilnehmer. So erfahren wir beispielsweise, dass die Autorin seit 2007 schreibt und als 2011 die Selfpublisher-Plattform KDP (Kindle Direct Publishing) eingeführt wird, darüber nachdenkt, alle fertigen Romane hochzuladen.

Während ihr Mann ganz begeistert von den technischen Möglichkeiten ist, weiß sie ihre Geschichten gerne vor fremden Augen geschützt in der Schublade liegen. Die Vorstellung, dass sie mit ihren Büchern ein Stück sich selbst öffnet und Persönliches preis geben könnte, während sie ihre Leser nicht einmal kennt, behagen ihr nicht. Doch Emily Bold springt über ihren Schatten und verweist darauf, dass ihre Leser den Inhalt ihrer Bücher nicht auf sie als Privatperson projizieren sollten, ganz wichtig ist ihr die Feststellung, dass sie keinen riesigen lilafarbenen Vibrator besitze, von dem sie in „Mr. Grey“ schreibt. 😆

Die Autorin berichtet, dass es ihr schwer fällt, sich an einen gradlinigen Plot zu halten und dass sich ihre Geschichten während des Schreibens durchaus noch verändern können.

Auch gesteht die Autorin, dass sie ihre Schauplätze nicht alle selbst besucht. Sie ist zwar ein großer Italien-Fan, greift aber auch gerne auf Google Streetview zurück. Überhaupt ist sie ein Streetview-Fan So berichtet die Autorin beispielsweise auch, dass sie mit einer Freundin Schottland besuchen wollte und zuvor die ersten sechs Kreisverkehre, die man nach einer Ankunft in Newcastle zu durchfahren habe, über Streetview mehrfach abgefahren ist. Die bildliche Erzählweise treibt den ersten Zuhörern Lachtränen in den Augen, aber das stört Emily Bold nicht. Schließlich war sie eine der wenigen, die die Kreisverkehre im Linksverkehr problemlos bewältigt habe.

Emily Bold hat eine herrlich erfrischende Art und mit ihrer Offenheit hat sie nicht nur die Lacher auf ihrer Seite sondern ihr Publikum verzeiht ihr augenscheinlich auch, dass sie, die einen Roman über eine kochende Halb-Italienerin schreibt, kein Händchen für die Küchenarbeit habe und froh sei, wenn sich der Gatte um das leibliche Wohl der Familie kümmert. Überhaupt kommt die Autorin sehr bezaubernd herüber und daher wundert es nicht, dass sich auch am Ende des Meet & Read wieder eine lange Schlange von Menschen bildet, denen sie geduldig Bücher signiert, mit denen sie ein paar Worte wechselt und sich fotografieren lässt.

Sehr sympathisch, diese Emily Bold!


Morgen folgt die Rezension zu „Der Duft von Pinienkernen“.

Pastorin Viveka und das tödliche Kaffeekränzchen von Annette Haaland

Pastorin Viveka und das tödliche Kaffeekränzchen
von Annette Haaland
erschienen am 14. Oktober 2016
bei Ullstein Buchverlage
Originaltitel: Pastor Viveka och tanterna
aus dem Schwedischen übersetzt von Katrin Frey


  • Klappentext

  • Protagonistin

Viveka ist Pastorin in einer freikirchlichen Gemeinde in Enskede, einem Vorort von Stockholm. Zu ihren Aufgaben gehören nicht nur die Belange ihrer Schäfchen sondern sie muss sich beispielsweise auch mit der Sanierung des Kirchendaches beschäftigen. Eine illustre Runde älterer Damen erschwert ihr den Job, da sie an alten Zöpfen festhalten.

Viveka ist verheiratet und hat vier Kinder. Um ein wenig zur Ruhe zu kommen, hat sie sich in einer Kleingartenanlage eingekauft, wovon aber kaum jemand weiß, insbesondere nicht ihre Familie.

Unter ihrer Robe trägt sie am liebsten Shirts mit aufgedruckten Statements, um ihren Frust zu kompensieren.


  • Meine Gedanken zum Übersetzung

Dieses Buch ist ein Geschenk meines besten Freundes, der es im schwedischen Original gelesen hat und es sehr unterhaltsam und lustig fand. Ich fürchte, der Humor ist bei der Übersetzung auf der Strecke geblieben.

Der Originaltitel lautet „Pastor Viveka och tanterna“, wobei „tanterna“ im Buch ständig mit „Tanten“ übersetzt wird, was für mich eher einem Schimpfwort gleicht. Auf dem Klappentext ist von „alten Damen“ die Rede und das wäre für mich auch die angebrachte Übersetzung im Roman selbst gewesen. Auch hat mich gestört, dass bei der Übersetzung teilweise schwedische Begriffe übernommen wurde, deren Bedeutung man nicht erahnen kann, wenn man dieser Sprache nicht mächtig ist.

Allerdings muss ich auch sagen, dass ich bereits „Und morgen Du“ von Stefan Ahnhem gelesen habe, was ebenfalls von Katrin Frey aus dem Schwedischen übersetzt wurde und dieses Buch hat mir sehr gut gefallen.

  • Meine Gedanken zum Buch

Das Buch handelt von einer Frau, die mit der aktuellen Situation, was Beruf und Familie betrifft, hadert. Zu allem Überfluss muss sich sie nun noch mit mehreren Todesfällen in ihrer Gemeinde beschäftigen und zählt selbst zum Kreis der Verdächtigen.

Nicht, dass Viveka sich in die Ermittlungen einmischt, aber sie stößt auf Ungereimtheiten, denen sie nachgeht. Dabei lernt sie ihre Gemeinde und die Schäfchen ein bisschen besser kennen und schließt Freundschaften. Gefühlt würde ich sagen, dass Viveka am Ende des Buches wieder zu sich selbst findet und zufrieden ist.

Das Buch wird bei amazon geführt unter Humor, Krimi und Gegenwartsliteratur. Hin und wieder konnte ich zwar schmunzeln, aber als humorvoll habe ich die Geschichte nicht wirklich empfunden. Trotz der Todesfälle würde ich das Buch auch nicht als Kriminalfall einstufen. Gegenwartsliteratur trifft es wahrscheinlich am ehesten, aber auch im Bezug auf dieses Genre konnte mich die Autorin nicht überzeugen.

Ich vergebe drei von fünf Eulen.

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Aufgabe 49) Ein Buch, das Dir geschenkt wurde.


Titel: Pastorin Viveka und das tödliche Kaffeekränzchen
Ort: Enskede


-> Schweden