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Blog-Bücherwanderkiste von Kastanies Leseecke

Kerstin hat eine Bücherwanderkiste auf den Weg geschickt, die mich in den vergangenen Tagen aus Berlin von Iris und Claudia erreicht hat. Claudia hatte bereits angekündigt, dass sie der Kiste die Spannung entnehmen wollte, was natürlich für einen Krimi- und Thrillerfan wie mich gar nicht gut ist.

Trotzdem bin ich fündig geworden. Diese beiden Hörbücher gehören nun mir

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ebenso diese beiden Taschenbücher

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und auch zwei Hardcover habe ich mir unter den Nagel gerissen.

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Der Tausch läuft 1:1, entsprechend habe ich zwei Hörbücher

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zwei Hardcover

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und zwei Taschenbücher wieder in die Kiste hineingelegt.

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Als nächstes geht die Kiste auf die Reise zu Anne, viel Spaß, ich hoffe, Du wirst fündig.

Entrissen von Tania Carver

 

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Entrissen
von Tania Carver
List Verlag
erschienen am 10. Juni 2011

Im September 2011 habe ich Der Stalker“ von Tanja Carver gelesen und seither stand auch der Vorgänger „Entrissen“ auf meiner Wunschliste. Im Rahmen eines Wanderbuches bei Lovelybooks konnte ich nun auch dieses Buch lesen.


  • Zum Inhalt

Eine schwangere Frau wird brutal ermordet und das Baby aus ihrem Bauch heraus geschnitten. Von dem Kind fehlt jede Spur. Das Team um Phil Brennan weiss, dass das nicht der erste Fall dieser Art war. Zwei und vier Monate zuvor sind bereits zwei schwangere Frauen getötet worden. Anders als hier wurden dort aber auch die Babies umgebracht.

Der Vorgesetzte von Phil setzt durch, dass die Psychologin Marina Esposito hinzugezogen wird. Sie hat dem Team bereits einige Monate zuvor zur Seite gestanden, war aber dann vom Täter überfallen worden und wollte nie mehr mit der Polizei zusammen arbeiten.

Für Phil kommt erschwerend hinzu, dass er ein Verhältnis mit ihr hatte und sie seither den Kontakt zu ihm unterbrochen hatte. Marina hatte in der schweren Zeit nach dem Überfall die volle Unterstützung ihres Freundes Tony, während sie sich von Phil im Stich gelassen gefühlt hat.

Zwischenzeitlich ist Marina schwanger und wird damit zu einem potentiellen Opfer…


  • Meine Meinung

Wie schon beim Nachfolge-Buch „Der Stalker“ musste ich bei diesem Buch mehr als einmal schlucken und versuchen, die Bilder, die sich in meinem Kopf zusammensetzen wollten, auszublenden, dieses Buch ist nichts für zartbesaitete Leser.

Nicht nur, dass hier schwangere Frauen gepeinigt und ermordet werden, es werden sogar Babies zerstückelt und spätestens da zieht sich bei mir alles zusammen und ich komme an einen Punkt, an dem mir die Tränen in die Augen steigen. Um so schlimmer finde ich es, dass mich die Handlung so in seinen Bann gezogen hat, dass ich es nicht mehr aus der Hand legen wollte.

Auch in diesem Buch springt die Autorin zwischen den Protagonisten auf Seiten der „Guten“ und „Bösen“ hin und her und gewährt so Einblicke in das Seelenleben einer verkorksten Existenz, die sich unbedingt ein Kind wünscht und die dafür morden lässt.

Genau wie bei „Der Stalker“ hat mich „Entrissen“ überzeugen können. Allerdings hat mir „Der Stalker“ besser gefallen, vielleicht, weil dort die Beziehung zwischen Phil und Marina viel mehr im Hintergrund steht.


  • Was gibt es sonst noch zu sagen?

Das Cover hätte mich überhaupt nicht angesprochen. Natürlich ist klar, dass es beim Titel darum geht, dass Kinder dem Mutterleib entrissen werden, aber das Cover wäre mir in der Masse der Bücher nicht aufgefallen, so dass ich das Buch in der Buchhandlung nicht in die Hand genommen hätte.

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Eine weitere Meinung zu diesem Buch findet ihr bei Aglaya.

Linna singt von Bettina Belitz

Linna (1)

Zum Inhalt:

Vor fünf Jahren hat sich die Band „Linna sing“ getrennt, weil Linna und nun hat Maggie alle ehemaligen Bandmitglieder eingeladen zu einer Probe-Woche, da die Band nochmal am Ort ihres grössten Erfolges, auf dem Domplatz in Speyer, auftreten soll. Linn, die ehemalige Sängern der Band macht sich auf den Weg, obwohl sie seit dem letzten Auftritt keinen Ton mehr gesungen hat und auch überzeugt davon ist, dass ihre Stimme nicht mehr das ist, was sie einmal war.

Als sie am Elternhaus von Jules, dem Drummer, ankommt, hat sie das Gefühl, dass alle sich zum Negativen verändert haben. Simon macht den Eindruck, als ob er Jura studiert hätte, Maggie ist zickig wie eh und je und Jules, der eigentlich etwas Kreatives machen wollte, ist Vertreter geworden. Mit von der Partie ist auch der 18jährige Tobias, der die Band schon früher beim Auf- und Abbau unterstützt hat. Fehlt nur noch Falk, der einzige Grund, warum Linna überhaupt angereist ist, denn Falk hat ihr die Nacht ihres Lebens beschert und der Gedanke an diese Nacht beherrscht mal mehr, mal weniger, ihr Leben. Als Falk dann ankommt, ist Linna auch hin und weg, denn aus dem zurückhaltenden Jungen ist ein attraktiver junger Mann geworden, der allerdings gar nicht auf die Andeutungen, die sie bezüglich jener Nacht macht, eingeht, was Linna mehr als enttäuscht.

Dann geht es Schlag auf Schlag, Linna erfährt nicht nur, dass ihr bester Freund aus Bandtagen verheiratet ist, sondern auch, dass die Proben auf einer Skihütte stattfinden sollen. Da Linnas Auto nicht anspringt, ist sie gezwungen, bei Falk mitzufahren, was ihr auch alle Fluchtmöglichkeiten nimmt. Als ob das nicht ausreicht, wird die Gruppe auf der Skihütte vom Schnee eingeschlossen und die anderen üben mehr und mehr Druck auf Linna aus und stellen sie als Lügnerin hin. Ob Linna dem gewachsen ist und warum Falk ihr gegenüber so abweisend ist, müsst Ihr allerdings selbst herausfinden.


Meine Meinung:

Die Geschichte ist stark geprägt von der Musik. Linna driftet gedanklich immer wieder in die Vergangenheit ab und erinnert sich an die tolle Zeit, die sie zusammen hatten. Im Gegensatz zu den meisten anderen ist sie ihrer Linie treu geblieben. Auch wenn sie nichts mehr mit der Musik verbindet, so ist sie wenigstens im künstlerischen Bereich tätig. Schnell wird klar, dass sie Probleme mit ihrer Mutter hat, die sie immer klein gehalten und nie etwas zugetraut hat. Obwohl Linna Männern gegenüber sehr zurückhaltend ist, hat ihre Mutter sie immer als ein Mädchen bzw. als junge Frau gesehen, die dem anderen Geschlecht alles andere als abgeneigt ist und sich nimmt, was sie will. Nach aussen hin gibt sich Linna ganz anders, als es in ihr aussieht.

Die Handlung selbst grenzt schon an Psychoterror, hat aber für mich nichts mit einem Psychothriller zu tun. Klar ist, dass die ganze Gruppe sich offensichtlich gegen Linna stellt und diese versuchen muss, zu entwirren, welche Probleme ihre früheren Freunde mit ihr haben. Sie muss Puzzleteil für Puzzleteil zusammen setzen und immer wieder Rückschläge einstecken, bis sie am Ende des Buches ein Bild vor sich hat, das schonungslos zeigt, wie und warum sich die Menschen, die sie früher einmal waren, verändert haben – auch sie selbst, denn alle Protagonisten haben ihre eigene Geschichte, ein Geheimnis, eine Angst oder ein Schicksal, das sie geprägt hat.

Ich kannte die Autorin bisher nicht und auf den ersten rund 50 Seiten war ich auch skeptisch, ob mich die Geschichte mitnehmen kann. Aber das kann sie und zwar in einer solchen Stärke, dass ich das Buch zwischendurch nur widerwillig aus der Hand gelegt habe. Nachdem ich das Buch am Ende zugeschlagen habe, hat mich die Geschichte nicht losgelassen, was nicht sehr oft passiert. Das zeigt mir, wieviel Tiefgang die Handlung für mich hatte. Daher gebe ich fünf von fünf Sternen für „Linna singt“.


Das Cover

Das Cover ist im Gegensatz zur Handlung sehr verspielt und lässt eher auf ein Jugendbuch schliessen, was es aufgrund der Thematik für mich definitiv nicht ist. Nichts desto trotz finde ich das Aussehen des Buches sehr ansprechend.

Linna (2)

Linna (3)

Linna (4)


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Eigentlich wollte ich das Buch für die Buchchallenge extreme heranziehen und damit den Punkt 38 “Buch hat ein festes/eigenes Lesebändchen” abhaken. Aber es ist so schön hellblau, dass ich mit diesem Buch die Regenbogen-Challenge starte :)

Kastanie

Flashback #48

Diese Woche haben wieder einige Bücher eine neue oder vorübergehende Heimat in unserem Regal gefunden;

Vor einigen Wochen hat Nasch dieses Wanderbuch in die Welt hinaus geschickt. Momentan habe ich einige Bücher, die ich vorher lesen „muss“, aber da ich momentan die letzte Leserin auf der Liste bin, darf ich mir auch ein bisschen mehr Zeit mit dem Lesen lassen.


Am Samstag war ich im Thalia, um Schulhefte für die Große zu kaufen und ich war schon fast wieder draußen, als ich einen Wühltisch entdeckt habe, auf dem ich einige Mängelexemplare entdeckt habe, an denen ich nicht vorbei gekommen bin ;)


Hier noch ein weiteres Wanderbuch, das ich über eine lovelybooks-Userin erhalten habe und lesen darf.


Rumpelstilzchens Glück darf ich mit der Mini-Maus für Blogg Dein Buch lesen.


Hier ein Buch, das ich im Rahmen einer Leserunde auf Lovelybooks lesen darf :)


Bei der Eltern-Kind-Blogparade von Kerstin wurden verschiedene Adventskalender verlost und ich hatte Glück :)


Noch immer läuft meine Weihnachtsmarkt-Blogparade… habt Ihr schon einen Weihnachtsmarkt besucht? Dann schreibt einen Blogartikel und wahrt Euch die Chance auf einen Amazongutschein im Wert von 10,- Euro.


Außerdem verlose ich derzeit das Buch „Eiskalte Weihnachten“, sowie das Kinderbuch „Malte Mubbel“ – bis zum 02. Dezember 2012 habt Ihr noch die Möglichkeit, an beiden Verlosungen teilzunehmen.


Ebenfalls bis zum 02. Dezember 2012 könnt Ihr noch an der Blogparade von Marc teilnehmen, bei der es um die schönsten Bücher zum Advent und Weihnachten geht.

Schwesterherz von Anna Licht

 

Schwesterherz
von Anna Licht
erschienen am 12. März 2012

Verlag: Rütten & Loening

Zum Inhalt:

Lilly meldet sich bei ihren Schwestern, weil sie einen Typen heiraten will, den sie noch gar nicht lange kennt. Luise war sauer auch Charlotte, weil sie ein Versprechen nicht eingelöst hat, was Luise einen neuen Job versaut hat.

So weit, so gut, anhand der Kurzbeschreibung muss man davon ausgehen, dass sich die beiden nun ständig in den Haaren liegen. Tatsächlich entwickelt sich nun aber ein Mailwechsel, in dem beide füreinander da sind und sich in guten und schlechten Zeiten helfen.

Natürlich geht es – wie es in der Kurzbeschreibung steht – nicht zuletzt um die grosse Liebe, denn Charlotte, verheiratet, eine kleine Tochter, trifft sich mit einem Typen, den sie übers Internet kennen gelernt hat und Luise stellt fest, dass ihr Freund Tom nicht der ist, für den er sich ausgibt.


Mein Fazit:

Mailverkehr – klingt nach Daniel Glattauer, ja, tut es. Aber während ich den Hype um „Gut gegen Nordwind“ nicht wirklich nachempfinden konnte, hat mich „Schwesterherz“ sofort gepackt. Es ist das Verhältsnis, wie ich es unter Geschwistern kenne. Man liebt und hasst sich, aber wenn es darauf ankommt, ist einer für den anderen da.

Das Buch ist nicht spektakulär, sondern einfach nur schön, toll zu lesen und in der Hinsicht spannend, das fast jede Mail etwas offen lässt, was sich erst in der nächsten Mail klärt, so dass ich das Buch eigentlich gar nicht aus der Hand legen wollte.

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